100% Erneuerbare – Hans-Josef Fell am 15. Mai in Neustadt

Hans-Josef Fell - Portrait seitlichDer OV Hochschwarzwald und die Gemeinderatsfraktion Titisee-Neustadt von Bündnis 90/Die Grünen laden ein zur Veranstaltung „100% Erneuerbare – eine Zukunft ohne AKW“ mit Hans-Josef Fell MdB am Sonntag, den 15. Mai 2011 um 19 Uhr. Ort: Hotel Jägerhaus, Titisee-Neustadt (Ortsteil Neustadt).

Hans-Josef Fell ist Autor des Gesetzentwurfes zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches im Jahre 2000 politisch gegen viele Widerstände durchgesetzt und verabschiedet wurde. Auch die Novelle des EEG in dem Jahr 2004 hat Hans-Josef Fell mitgestaltet. Das EEG ist die Grundlage für die weltweit beachtete technologische Entwicklung der Fotovoltaik, Biogas, Windkraft und Geothermie in Deutschland. Inzwischen wurde das Grundprinzip des EEG von Dutzenden Nationen kopiert.

Hans-Josef Fell, der auf Einladung des Ortsverbandes Hochschwarzwald und der Gemeinderatsfraktion der Grünen Titisee-Neustadt nach Neustadt kommt, ist seit mehr als 20 Jahren engagiert in Sachen Erneuerbaren Energien. Jeder Einzelne sei gefordert, in seinem Umfeld 100 % Erneuerbare Energien zu verwirklichen. So hat Fell zum Beispiel durchgesetzt, dass der Bundestag Ökostrom bezieht. Sein Wunsch ist es, dass immer mehr Menschen diesen Beispielen folgen und damit Verantwortung für Klimaschutz übernehmen. Sein Ziel ist es, die Energieversorgung weltweit auf 100 % Erneuerbare Energien umzustellen. Das bedeutet die vollständige Abkehr von den fossilen und atomaren Energieträgern. Die Erneuerbaren Energien leisten den entscheidenden Beitrag gegen die Klimaerwärmung, die wirtschaftliche Rezession und gegen weitere Kriege um Erdöl. Sie schaffen immer mehr Arbeitsplätze. Die Ökologisierung der Gesellschaft sei die unerlässliche Antwort auf die Krisen von heute, so Fell.

Die Gemeinderatsfraktion der Grünen sieht durch den Rückkauf des Stromnetzes enorme Handlungsmöglichkeiten für die Stadt Titisee-Neustadt. In Titisee-Neustadt stehe man in dieser Hinsicht noch am Anfang, mit der Stromversorgung in der eigenen Hand werde es aber sehr gut möglich sein, mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam den Anteil regenerativer Energie enorm zu steigern, so Daniela Evers, Mitglied des Vorstandes der Grünen Hochschwarzwald und Gemeinderätin.

Angesprochen wird an diesem Abend auch das Thema Investitionen in die Erneuerbaren Energie. Bei jedem Einzelfall müssten die Interessen abgewogen werden. Auch müssten die umstrittenen Themen Windkraft und Wasserkraft im Schwarzwald neu bewertet werden, so Leopold Winterhalder. „In Ostdeutschland verschwinden wegen dem Braunkohletagebau ganze Dörfer und 500-Jahre alte Kirchen werden gesprengt. Auch vor diesem Hintergrund ist die Sorge um die ‚ästhetische Beeinträchtigung‘ der Landschaft durch Windkraftanlagen abzuwägen.“ Jede Region müsse ihren Teil beitragen und Verantwortung übernehmen.
Fell, der einen fundierten Erfahrungsbericht zum EEG vorstellen wird, freut sich auf eine rege Diskussion.

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