So war’s bei: Zukunft bäuerlicher Landwirtschaft

Der Kv und Reinhold Pix MdL, der aber leider krankheitshalber absagen musste,  hatten zur Veranstaltung „Zukunft bäuerlicher Betriebe – zwischen Agrarpolitik und Artensterben“ eingeladen. Auf dem Podium saßen Vertreter*innen von Politik auf Europaebene, Maria Heubuch MdEP, selbst Bäuerin mit Leib und Seele und Martina Braun MdL, Vorsitzende des Arbeitskreises Landwirtschaft im Landtag, ebenfalls Bäuerin auf einem Biolandhof im Landkreis Schwarzwald-Baar. Daneben war mit Bernhard Bolkart, Vorstandsmitglied der AG Höhenlandwirtschaft und Vizepräsident des BLHV, die Bauernschaft mit Gerhard Bronner, Vorsitzender des Landesnaturschutzverbands (LNV) der Naturschutz und mit Christian Eichert, Geschäftsführer von Bioland und Vertreter der AG Ökologischer Landbau, die Biobauern und Verbraucher vertreten.

Nach der Begrüßung durch Daniela Evers, Kreisvorsitzende und Gemeinderätin in Titisee-Neustadt, übernahm Martina Braun die Moderation für den erkrankten Reinhold Pix.

Gefordert wurde einhellig eine veränderte Förderpolitik der EU um kleine Betriebe zu stärken, die neben der herkömmlichen Aufgaben der Landwirtschaft noch andere wichtige gesellschaftliche Aufgaben übernehmen wie z.B. die Landschaftspflege ohne die es unsere Kulturlandschaft nicht mehr gäbe. Es fehle an Wertschätzung für diese  gesellschaftlichen Leistungen der Bauern. Kleine Betriebe müssen mehr Chancen erhalten.

Als besonderer Streitpunkt stellte sich die Kartierung sogenannter FFH-Gebiete heraus, die ohne Kenntnis der Bauern vorgenommen wird und teilweise für sie nicht nachvollziehbar ist. Hier fehlen Informationen wann und solche Kartierungen stattfinden. Es zeigte sich dabei, dass zwischen Umweltschützern und Landwirten ein massives Kommunikationsproblem besteht.

Einweiterer Punkt, der zur Verunsicherung der Landwirte beiträgt, ist die drohende Einwanderung des Wolfes. Es fehlt hier bisher ein Wolfsmanagementplan. Hier hat die Landesregierung nun aber reagiert und arbeitet an einer Lösung im Verbund mit den angrenzenden Bundesländern.

Badische Zeitung vom 07.03.2018

 

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