Eschbach, Juli 2026 – Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Dr. Sandra Detzer, besuchte das Unternehmen Gutex in Eschbach. Begleitet wurde sie vom Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Breisgau-Hochschwarzwald, Marcus Zyla. Empfangen wurden die Gäste von Geschäftsführer Claudio Thoma sowie dem Leiter der Unternehmenskommunikation, Rudi Raschke.
Im Mittelpunkt des Besuchs standen ein Rundgang durch die Produktionsstätten sowie ein Austausch über die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Bedeutung nachhaltiger Baustoffe. Gutex betreibt neben seinem Stammwerk in Gutenburg im Südschwarzwald seit 2023 ein zweites Produktionswerk im Gewerbepark Breisgau in Eschbach. Dort werden Holzfaserdämmstoffe weitgehend klimaneutral hergestellt.
Das Familienunternehmen ist auf nachhaltige Dämmstoffe aus Holzfasern spezialisiert und setzt konsequent auf Kreislaufwirtschaft. Verarbeitet werden überwiegend PEFC-zertifizierte Hölzer aus der Schwarzwaldregion, dem Elsass und der Schweiz in der Nähe der beiden Produktionsstandorte.
Täglich liefern ca. 40 LKWs Holz an den Standort Eschbach, wo es im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr verarbeitet wird. Rund 60 Prozent des Rohstoffbedarfs werden durch Hackschnitzel gedeckt, ein Nebenprodukt aus Sägewerken. Die übrigen 40 Prozent stammen aus Industrieholz, das direkt aus regionalem Forst bezogen wird.
Besonders im Hinblick auf zunehmende Sommerhitze bieten Holzfaserdämmstoffe entscheidende Vorteile. „Hitze benötigt in der Regel zwölf bis vierzehn Stunden, um mit Holzfaser gedämmte Bauteile zu durchdringen. Im Gegensatz dazu geben konventionelle Dämmstoffe die Wärme deutlich schneller ab“, erklärte Geschäftsführer Claudio Thoma. Voraussetzung sei allerdings eine nächtliche Abkühlung, damit die tagsüber gespeicherte Wärme wieder abgegeben werden könne.
Dr. Sandra Detzer zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft des Unternehmens: „Das ist Hightech aus dem Ländle. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz immer auch Hitzeschutz ist – in unseren Häusern durch nachhaltige Dämmstoffe und in unseren Städten durch mehr Bäume.“
Mit Blick auf den künftig steigenden Bedarf an Holz verwies Claudio Thoma auf die Notwendigkeit, den wertvollen Rohstoff möglichst effizient zu nutzen und ihn stofflich statt thermisch zu verwerten. „Wer Holz verbaut, sorgt dafür, dass das im Holz gespeicherte CO2 in Form von Kohlenstoff für Jahrzehnte gebunden bleibt. Wir können das Holz sinnvoller verwenden, als es zu verbrennen“, sagte Thoma.


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