Eschbach, Juli 2026 – Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Dr. Sandra Detzer, besuchte das Unternehmen GUTEX in Eschbach. Begleitet wurde sie vom Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Breisgau-Hochschwarzwald, Marcus Zyla. Empfangen wurden die Gäste von Geschäftsführer Claudio Thoma sowie dem Leiter Unternehmenskommunikation, Rudi Raschke.
Im Mittelpunkt des Besuchs standen ein Rundgang durch die Produktionsstätten sowie ein Austausch über die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Bedeutung nachhaltiger Baustoffe.
GUTEX betreibt neben seinem Stammwerk in Gutenburg im Südschwarzwald seit 2024 ein zweites Produktionswerk im Gewerbepark Breisgau in Eschbach. Dort werden Holzfaserdämmstoffe weitgehend klimaneutral hergestellt.
Das Familienunternehmen ist auf nachhaltige Dämmstoffe aus Holzfasern spezialisiert und setzt konsequent auf Kreislaufwirtschaft. Verarbeitet werden überwiegend PEFC-zertifizierte Hölzer aus der Schwarzwaldregion in der Nähe der beiden Produktionsstandorte.
Täglich liefern rund 60 Lkw Holz an den Standort Eschbach, wo es im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr verarbeitet wird. Rund 60 Prozent des Rohstoffbedarfs werden durch Hackschnitzel gedeckt, ein Nebenprodukt aus Sägewerken. Die übrigen 40 Prozent stammen aus Industrieholz geringerer Qualität.
Besonders im Hinblick auf zunehmende Sommerhitze bieten Holzfaserdämmstoffe entscheidende Vorteile. „Die Hitze benötigt zwölf bis vierzehn Stunden, um eine Holzfaserdämmung zu durchdringen. Im Gegensatz dazu gibt herkömmliche Mineralwolle die Wärme deutlich schneller weiter“, erklärte Geschäftsführer Claudio Thoma. Voraussetzung sei allerdings eine nächtliche Abkühlung, damit die tagsüber gespeicherte Wärme wieder abgegeben werden könne.
Dr. Sandra Detzer zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft des Unternehmens: „Das ist Hightech aus dem Ländle. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz immer auch Hitzeschutz ist – in unseren Häusern durch nachhaltige Dämmstoffe und in unseren Städten durch mehr Bäume.“
Mit Blick auf den künftig steigenden Bedarf an Holz verwies Claudio Thoma auf die Notwendigkeit, den wertvollen Rohstoff möglichst effizient einzusetzen. Angesichts einer erwarteten Holzknappheit müsse sorgfältig abgewogen werden, für welche Anwendungen Holz den größten Nutzen stifte. „Holzpellets werden verbrannt und sind anschließend aufgebraucht. Daraus lassen sich keine hitzebeständigen, CO2 speichernden Holzdämmungen für Gebäude mehr herstellen. Da können wir das Holz eigentlich besser gebrauchen, als es zu verbrennen“, sagte Thoma.

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