Mit Energie zur grünen Energie

erschienen im Grünen Telegramm des KV Freiburg
Baden-Württemberg ist derzeit der energiepolitische Dinosaurier unter den Bundesländern. Schwarz-Gelb – die politischen Farben der Regierungskoalition finden sich wie ein gewolltes Symbol auf den Fässern der Atommüllentsorgung wieder und stehen für eine antiquierte und brandgefährliche Atompolitik, deren Laufzeit sofort enden muss.

Schluss mit der Lüge der sauberen Atomenergie, die den Ausbau regenerativer Energien behindert und Klimaschutzbemühungen konterkariert. Schon mit sofortigem Ausstieg tragen wir schon eine riesige Gefährdungslast wegen der völlig ungelösten Endlagerfrage und der Gefährdung unserer Ressourcen und Gesundheit, ganz abgesehen von den finanziellen Lasten, die für unabsehbare Zeit durch die Endlagerung entstehen. Mit jedem Tag länger wächst diese Last und die Gefahr der überalterten Reaktoren wird zum menschenverachtenden Lotteriespiel! Das ist unverantwortlich und schadet dem Land. Atomkraft ist weder billig noch klimafreundlich und die politische Laufzeit von Atomfreund Mappus ist längstens verfallen.

Wir GRÜNE stehen für einen konsequenten Umstieg auf nachhaltigen und möglichst klimaverträglichen Energieverbrauch. Wir sehen in den regenerativen Energien nicht nur die Möglichkeit, den Klimawandel in seinen Auswirkungen zu begrenzen und eine nachhaltige Zukunft überhaupt zu ermöglichen. Wir sehen darüber hinaus in der Erforschung, Weiterentwicklung und seriellen Produktion der erneuerbaren Energien eine Möglichkeit, Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu erhalten und neu zu schaffen. Dazu hat auch das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) beigetragen, das mit uns auf Landesebene verabschiedet wurde und das wir noch weiter ausbauen wollen, damit die ökologischen Effekte noch wirkungsvoller werden.

Im Rahmen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien setzen wir GRÜNE einen Schwerpunkt in der Windkraft, die noch ein hohes dynamisches Ausbaupotential hat. Sowohl Repowering, (also Ersetzen alter Anlagen durch neue technisch weiterentwickelte Anlagen mit höherer Leistungsfähigkeit) als auch der Aufbau neuer geeigneter Standorte bieten wirtschaftliche und ökologische Perspektiven. Selbstverständlich werden wir in diesem Zusammenhang darauf achten, die möglichen Beeinträchtigungen durch Einsatz neuer Technologien (z.B. langsamerer Drehzahl und mehr Höhe) negative Auswirkungen zu minimieren. Aber in der Abwägung gilt ohnehin – nicht in die Erneuerbaren Energien zu investieren, schadet der Natur und dem Artenschutz weit mehr, da dann der Klimawandel unaufhaltsam beschleunigt wird!

Daneben sind Solarenergie und Wasserenergie, Biomasse (insbesondere im Holzbereich, kein industrialisierter Anbau) weitere ausbaufähige Bereiche.

Wenn dann, wie von uns GRÜNEN gefordert, der Energieverbrauch durch entsprechende bauliche Maßnahmen und innovative Verkehrsentwicklung noch gesenkt wird, sind wir auf dem richtigen Weg der GRÜNEN Energien.

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