Mahnwache / Anti-Atomspaziergang in Freiburg

antiatomsonneMit Trauer und Fassungslosigkeit sehen wir, wie Naturgewalten in Japan großes Leid verursacht haben. Unser Mitgefühl gilt den Menschen dort.

Aber nicht alles Leid ist der Natur zuzuschreiben. Auch wenn das genaue Ausmass der Katastrophe in den AKWs der Anlagen Fukushima I und II bisher nicht klar ist, zeichnet sich schon jetzt ab, dass es dort derzeit zu einem der größten atomaren Unfälle in der Menschheitsgeschichte kommt. Es zeigt sich, dass auch ein Hochtechnologieland wie Japan nicht davor gefeit ist, dass die Verkettung unglücklicher Umstände Atomkraftwerke an den Rand eines unkontrollierbaren Zustands oder darüber hinaus bringt.

Mit Blick auf unser eigenes Land erscheint es uns deswegen umso unverantwortlicher, Atomkraftwerke in Erdbebenzonen und mit immer wieder nachgewiesenen Schlampereien bei den Sicherheitsmaßnahmen weiterzubetreiben. Statt der von den Atomparteien CDU und FDP durchgesetzten Verlängerung der AKW-Laufzeiten muss es darum gehen, den Ausstieg zu beschleunigen. In Baden-Württemberg müssen, so fordert es u.a. Winfried Kretschmann, die AKWs Neckarwestheim I und Philippsburg I aus Sicherheitsgründen sofort vom Netz.

AKWs in dichtbesiedelten Gegenden sind und bleiben eine Gefahr. Wer die 20-km-Sperrzone um Fukushima auf das hiesige erdbebengefährdete AKW Fessenheim überträgt, müsste im atomaren Notfall Buggingen, Eschbach, Heitersheim, Hartheim, Sulzburg, Staufen, Ehrenkirchen, Pfaffenweiler, Bollschweil, Ebringen und die südlichen Stadtteile Freiburgs evakuieren, um nur einige Orte zu nennen. Die Forderung, Fessenheim abzuschalten, ist damit aktueller denn je.

Wer sein Mitgefühl für die japanische Bevölkerung und seinen Protest gegen die Fortsetzung der schwarz-gelben Atompolitik in Deutschland deutlich machen will, hat dazu – wie in vielen anderen Städten (u.a. Lörrach/Postplatz und Schopfheim, siehe Übersichtskarte) – am Montag, den 14. März 2011 in Freiburg unter dem Motto „Fukushima ist überall“ die Gelegenheit dazu.

Treffpunkt in Freiburg ist 18 Uhr am Bertoldsbrunnen, angedacht ist ein „Antiatomspaziergang“ durch die Kaiser-Joseph-Straße.

Für Montag den 14.03.2011 wird angesichts der Ereignisse in Japan bundesweit zu einer Mahnwache für den Ausstieg aus der Atomkraft aufgerufen (Route: Bertoldsbrunnen – Ka-Jo – Niemensstraße (Bermudadreieck) – Brunnenstraße – Rathausplatz – Rathausgasse – Ka-Jo – Siegesdenkmal – Ka-Jo – Bertoldsbrunnen).
Je nach Interesse Abschluss mit einer Mahnwache vor Regierungspräsidium Freiburg/Basler Hof, Kaiser-Joseph-Str. 167, Freiburg (Facebook).

Bündnis 90/Die Grünen KV Breisgau-Hochschwarzwald rufen dazu auf, sich an dieser Mahnwache zu beteiligen bzw. vor Ort eigene Aktionen für Montag 18 Uhr zu initiieren.

Nachtrag: Auch in Müllheim wird es morgen eine Mahnwache geben.

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