Bienen und Insekten beim GRÜNEN-Bürgergespräch in Staufen

 

STAUFEN, 14.Juni 2018. Das Thema Bienen und Insektenrückgang beschäftigt viele Menschen. Über 70 Interessierte, darunter viele Imker,  kamen auf Einladung des Ortsverbandes Staufen-Münstertal der GRÜNEN zum Vortrag von Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein von der Universität Freiburg.

..

Die Wissenschaftlerin erläuterte die Ergebnisse verschiedener Studien, allen voran die sogenannte Krefeld-Studie des Entomologischen Vereins Krefeld, der seit 1985 über die gesamte Vegetationsperiode auf 60 Untersuchungsflächen Daten in einer Langzeit-Studie gesammelt hat und einen dramatischen Rückgang der Gesamtmasse der Insekten um 80 Prozent festgestellt hatte. Insekten sind die artenreichste Tiergruppe; sie bilden das Fundament eines jeden gesunden Ökosystems. Sie sind nicht nur die wichtigsten Pflanzenbestäuber, sondern greifen auch regulierend in den Schädlingsbestand ein und dienen zahlreichen anderen Arten als Futter. Die Artenvielfalt der Insekten ist durch Eingriffe in die Natur gefährdet. Der Rückgang der Insekten hat  Auswirkungen auf unsere Nahrungskette, weil beispielsweise durch die Bestäubungsleistungen der Insekten zurückgehen. Wenn auch Politik und Landwirtschaft die Bereiche sind, die zuvorderst die Artenvielfalt fördern müssen, ist dennoch jeder Einzelne gefragt und  kann einen Beitrag für das Überleben der Insekten leisten: Durch das Erhalten naturnaher Strukturen wie Hecken, Blumenwiesen, überwucherte Böschungen und  Trockenmauern. Durch ein bisschen Unordnung im Garten, damit der Garten  Lebensraum für Insekten sein kann, durch die Erhöhung des Blütenangebots, das Schaffen von Nistplätzen und den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel. ( Text: Gabriele Hennicke)

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.